
Extrem-Leichtbau
in Kohlefaser, für sensationelle Performance und Fahreigenschaften

Lamborghini Sesto
Elemento
Mit einem einzigartigen Technologieträger in extremer Leichtbauweise
definiert Lamborghini die Zukunft des Supersportwagens neu:
Dank fortschrittlichster Kohlefaser-Technologie erreicht der
Lamborghini Sesto Elemento ein Leergewicht von gerade mal 999
Kilogramm samt V10-Triebwerk und permanentem Allradantrieb.
Damit ist der Sesto Elemento ein einzigartiger Beweis für
die Technologiekompetenz von Automobili Lamborghini: Mehrere
innovative Kohlefaser-Technologien werden hier zum ersten Mal
im Automobilbau eingesetzt. Als 100 prozentige Tochter der AUDI
AG profitiert die Marke aus SantAgata Bolognese von der
unangefochtenen Leichtbau-Kompetenz des deutschen Automobilherstellers
mit den vier Ringen.

Mit seiner faszinierenden
Leistung von 570 PS, seinem sensationell günstigen Leistungsgewicht
von nur 1,75 Kilogramm pro PS und einer Beschleunigungszeit
auf Tempo 100 von gerade mal 2,5 Sekunden garantiert der Sesto
Elemento unvergleichlichen Fahrspaß. Zugleich sinkt durch
den konsequenten Extrem-Leichtbau auch der Verbrauch.
Der Name des Technologieträgers
leitet sich aus dem Periodensystem ab. Als sechstes Element
wird dort Kohlenstoff geführt. So beweist der Sesto Elemento
die weltweit führende Kompetenz von Lamborghini in der
Technologie der kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffe
(carbon fiber reinforced plastics, CFRP). Die Supersportwagenmarke
aus SantAgata Bolognese ist weltweit der einzige Automobilhersteller,
der den vollständigen CFRP-Prozess in verschiedenen Technologien
selbstständig beherrscht, vom 3D-Design über Simulation,
Absicherung, Produktion und Test jeweils in einem hochmodernen
industriellen Prozess auf höchstem Qualitätsniveau.

Lamborghini treibt
die Technologieentwicklung in zwei eigenen Forschungszentren,
dem Advanced Composite Research Center (ACRC) und dem Advanced
Composite Structures Laboratory (ACSL), sowie durch Kooperationen,
beispielsweise mit dem Luftfahrtunternehmen Boeing, voran. Zahlreiche
Patente sichern das dabei entwickelte Knowhow.
Der Lamborghini
Sesto Elemento zeigt, wie die Zukunft der Supersportwagen aussehen
kann extremer Leichtbau kombiniert mit extremer Leistung
ergibt extrem großen Fahrspaß. Beim Sesto Elemento
haben wir all unser Knowhow in eine faszinierende Form gebracht,
sagt Stephan Winkelmann, Präsident und CEO von Automobili
Lamborghini. Unsere Kompetenz in der Kohlefaser-Technologie
ermöglicht ein solch zukunftsweisendes Konzept, und natürlich
profitieren wir auch von der unumstrittenen Leichtbau-Kompetenz
der AUDI AG. Denn konsequenter Leichtbau ist entscheidend für
künftige Supersportwagen, für höchste Dynamik
ebenso wie für geringe Emissionen. Diesen technologischen
Vorsprung werden wir bei unseren Modellen konsequent umsetzen:
Jeder künftige Lamborghini wird den Geist des Sesto Elemento
atmen.
Wegweisendes Technologie-Paket
Mit dem Sesto Elemento haben die Ingenieure von Lamborghini
in SantAgata Bolognese ein wegweisendes Paket geschnürt:
Als puristisches und radikales Konzept ist der Sesto Elemento
die einzigartige Synthese aus dem extrem niedrigen Leergewicht
von weniger als 1000 Kilogramm, der enormen Leistung von 570
PS, dem sensiblen und zügigen Ansprechverhalten des V10-Hochdrehzahl-Saugmotors,
sowie der überlegenen Traktion und Fahrstabilität
des permanenten Allradantriebs einen solch konsequenten
Supersportwagen hat es noch nie gegeben. Sesto Elemento bedeutet
Fahrspaß in einer unglaublichen Dimension, konzentriert
auf eine sensationelle Art von Dynamik.
Konsequenter Einsatz
von Kohlefaser
Die Basis bildet eine extrem solide, steife, sichere und dabei
leichte Struktur aus Kohlefaser: Die Zelle des Sesto Elemento
ist als Monocoque gefertigt. Der gesamte Frontrahmen, die Crashboxen
und die Außenhaut-Teile des Sesto Elemento bestehen ebenfalls
aus CFRP. Beim Sesto Elemento werden auch wesentlichen Teile
der Radaufhängungen und die Felgen aus Kohlefaser hergestellt.
Die Auspuff-Endrohre sind aus Pyrosic, einem fortschrittlichen
Glas-Keramik-Verbundstoff, der sehr hohe Temperaturen (über
900° Celsius) erreichen und aushalten kann. Auch die Kardanwelle
ist aus CFRP.

Sensationell gutes
Leistungsgewicht
Damit beweist der Sesto Elemento die herausragende Kompetenz
von Automobili Lamborghini in allen Bereichen der Kohlefaser-Technologie.
Carbon-Composite-Materialien sind eine Schlüsseltechnologie
für den Automobilbau von morgen, insbesondere natürlich
für Hochleistungs-Sportwagen. Diese Werkstoffe aus kohlenstofffaserverstärkten
Kunststoffen verbinden niedrigstes Gewicht mit exzellenten Eigenschaften
sie sind extrem fest und dabei hochpräzise. Leichtere
Autos verbessern Verbrauch und CO2-Emission. Vor allem aber
verbessert sich das Leistungsgewicht die entscheidende
Größe bei einem Sportwagen und damit die Performance.
Ein Supersportwagen in CFRP-Bauweise beschleunigt schneller,
zeigt überlegenes Handling und bremst auch besser.
Extremer Leichtbau
bringt extreme Performance
Der Lamborghini Sesto Elemento liefert dafür den ultimativen
Beweis: Dank seines sensationell niedrigen Leistungsgewichts
von gerade mal 1,75 Kilogramm pro PS bringt der Technikträger
eine unvergleichliche Performance. Aus dem Stand auf Tempo 100
katapultiert sich der Sesto Elemento in sensationellen 2,5 Sekunden.
Dass die Höchstgeschwindigkeit sehr deutlich über
300 km/h liegt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Denn was die Zahlen nicht vermitteln können, ist das messerscharfe
Handling des Sesto Elemento, sind seine unglaublichen Kurvengeschwindigkeiten,
sein scharfes Einlenken, seine enorme Bremsleistung. Extremer
Leichtbau und extreme Leistung verbinden sich im Sesto Elemento
zu einem Sportwagenerlebnis ganz neuer Dimension.

Das Design:
Technologie in progressiven Formen
Kompromisslose Dynamik,
schon auf den ersten Blick das Design des Lamborghini
Sesto Elemento zeigt die Sinnlichkeit der Höchstleistung
und besitzt die Eleganz der reinen puristischen Kraft. Der Sesto
Elemento hebt die Design-DNA der Marke Lamborghini auf eine
neue Stufe und integriert die funktionale Konsequenz der Kohlefaser-Technologie
in seine Formensprache. Denn eine klare Stärke der CFRP-Technologie
ist die Reduktion und Integration der Bauteile sie wurde
diesem innovativen Technologieträger konsequent verwirklicht.
Sichtbar ist das
Hightech-Material überall: Der Sesto Elemento ist mit einem
neuartigen, matt-schimmernden Klarlack lackiert, die CFRP-Struktur
bleibt überall erkennbar. Dennoch ist der Sesto Elemento
nicht nur schwarz: Für die Endfertigung der Kohlefaserterteile
wurde eine spezielle Lackierung entwickelt und patentiert. Nano-Technologie
ermöglicht das Beimischen von feinen Kristallen, die rot
schimmern. Oberflächen, die so lackiert sind, leuchten
rot das schafft eine besondere Ästhetik. Au?erdem
sind diese Oberflächen besonders widerstandsfähig.

Konsequent in Form
und Funktion
Bei einem Lamborghini erfüllt jede Linie eine klare Funktion:
Die beiden senkrechten Stege in der Front etwa verbessern die
Steifigkeit des Bauteils und lenken die Kühlluft gezielt
dem dahinter liegenden Motor-Wasserkühler und den Bremsen
zu. Auch unter härtesten Bedingungen auf einer Rennstrecke
bleibt damit die thermische Gesundheit der Bauteile garantiert.
Den Weg ins Freie
findet die Kühlluft durch zwei dreieckige Öffnungen
in der Haube unterhalb der Frontscheibe und durch große
Auslässe in den Seitenteilen hinter den Vorderrädern.
Scharf geschnittene Scheinwerfer-Einheiten komplettieren die
Front. Auch hier ist Reduktion das Thema: Neben den Bi-Xenon-Lampen
werden jeweils nur vier Leuchtdioden eingesetzt. Die flache
Front wirkt sehr dominant, der Frontspoiler, teilweise doppelbödig,
ist weit nach vorne gezogen, die Lufteinlässe sind markant
ausgeformt.

Präzise Linien,
scharfe Kanten
Die gesamte Seitenansicht ist geschnitten wie ein scharfer Keil,
das Kraftzentrum des Autos liegt unverkennbar vor der Hinterachse.
Eine prägende Seitenlinie beginnt am vorderen Radhaus,
steigt entlang der Türen nach hinten an und endet in der
breiten Schulter über dem Hinterrad. Das Dreieck taucht
als Designmotiv etwa um den Türgriff immer
wieder auf, gezeichnet von den exakten Lichtkanten im CFRP-Kleid
des Sesto Elemento. So finden die Spitzen der Luftauslass-Dreiecke
in der Fronthaube ihre Fortsetzung in Linien auf dem Dach.
Die Seitenschweller
sind sehr breit herausgezogen, sie schaffen die Verbindung zwischen
den Luftauslässen hinter der Vorderrädern und den
großen Lufteinlässen vor den Hinterrädern. In
diesen Schächten sind unter anderem die Kühler für
Motor- und Getriebeöl platziert. Die Felgen sind mit fünf
Speichen gestaltet und komplett aus Kohlefaser gefertigt. Sie
geben den Blick frei auf die Hochleistungs-Bremsanlage mit Carbon-Keramik-Scheiben.
Perfekte Aerodynamik
Der hintere Überhang des Lamborghini Sesto Elemento ist
extrem kurz und wiederum von der optimalen Aerodynamik geprägt.
Der großzügig dimensionierte Spoiler ist perfekt
auf den Diffusor und ein weiteres Luftleit-Element in der Mitte
abgestimmt. So sind maximale Downforce für extreme Kurvengeschwindigkeiten
und ein stabiler Geradeauslauf bei höchstem Tempo garantiert.
Die Pyrosic-Endrohre sind nach oben durch die Motorabdeckung
geführt, zudem sorgen hier zehn sechseckige Öffnungen
zusammen mit zwei Lufthutzen hinter dem Dach für den Frischluftnachschub
des V10-Triebwerks.

Komplexe Strukturen
in einem Bauteil
Eine wesentliche Stärke der Kohlefaser-Technologie liegt
darin, dass komplexe Strukturen in einem einzigen Bauteil integriert
werden können. Das verbessert die Qualität und reduziert
das Gewicht. So sind beim Lamborghini Sesto Elemento die Front
und das Heck der Karosserie jeweils in einem Stück gefertigt.
Cofango nennen die Ingenieure dies, gebildet aus
den italienischen Wörtern cofano (Haube) und
parafango (Kotflügel). Die großen Teile
sind mit Schnellverschlüssen befestigt, die sich leicht
abnehmen lassen und so ein schnelles Auseinandernehmen der Komponenten
ermöglichen. Zudem ist der Cofango eine Reminiszenz
an eine Ikone der Markengeschichte: Der legendäre Lamborghini
Miura war 1966 als Mittelmotor-Supersportwagen einzigartig
und auch seine Heckabdeckung ließ sich in einem Stück
öffnen.
Interieur: Reduziert
auf das Wesentliche
Ebenso konsequent in der Reduktion auf das Wesentliche präsentiert
sich das Interieur. Das beginnt schon bei den Sitzen: Auf ein
herkömmliches Sitzgestell hat Lamborghini komplett verzichtet.
So sind die optimal geformten und mit einem Hightech-Stoff bezogenen
Sitzkissen direkt auf dem Kohlefaser-Monocoque aus Forged Composites
befestigt. Für die richtige Ergonomie sorgen das in der
Höhe und Weite verstellbare Lenkrad sowie die in der Länge
elektrisch-verstellbaren Pedale. Natürlich haben die Designer
des Centro Stile auch auf Verkleidungen im klassischen Sinn
verzichtet, überall dominiert das sichtbare Funktionsmaterial
CFRP an Boden und Dach des Monocoques, an den Türen
und auch an Cockpit und Mittekonsole. Selbst die elektronischen
Steuergeräte sind offen sichtbar Hightech in besonderer
Ästhetik. Auch das ausgeschnittene Dreieck taucht als Gestaltungsmerkmal
immer wieder auf überall dort, wo aus Gewichtsgründen
auf Material verzichtet werden konnte.

Hochkonzentriert
präsentieren sich die Bedienelemente: Die Instrumente sind
in einem Display zusammengefasst, das vor allem über Drehzahl,
Geschwindigkeit und alle Parameter des Motors Auskunft gibt.
Ganze drei Schalter zieren die Mittelkonsole: Einer zum Anlassen
des Motors, einer um den Rückwärtsgang einzulegen
und einer für die Scheinwerfer.

Die Technologie:
Ehrgeiziges Ziel souverän erreicht
Ein mehr als ehrgeiziges
Ziel hatten sich die Ingenieure in SantAgata Bolognese
gesetzt: Trotz der zehn Zylinder und 570 PS, trotz des superschnell
schaltenden e.gear-Getriebes und sogar trotz des permanenten
Allradantriebs sollte der Sesto Elemento unter 1000 Kilogramm
bleiben. Und das Ziel ist erreicht: Bei einem Leergewicht von
999 Kilogramm muss jedes einzelne PS des V10-Triebwerks gerade
mal 1,75 Kilogramm beschleunigen ein sensationell niedriger
Wert.
Möglich wurde
dies durch den konsequenten und intelligenten Einsatz der modernsten
Kohlefaser-Technologien. Lamborghini besitzt eine lange und
umfangreiche Erfahrung auf den Feldern des Leichtbaus, was schon
die Serienfahrzeuge beweisen. So bringt der aktuelle Gallardo
LP 570-4 Superleggera trocken gerade mal 1340 Kilogramm auf
die Waage der Bestwert im Wettbewerb dieser Kategorie
von Supersportwagen. Gegenüber dem bereits exzellent trainierten
Gallardo LP 560-4 Coupé bedeutet das eine weitere Reduktion
um 70 Kilogramm, die im wesentlichen durch den Einsatz von Kohlefaser-Bauteilen
an der Karosserie, im Innenraum und in der Technik realisiert
wurde.
Für den Sesto
Elemento gingen die Lamborghini-Ingenieure diesen Weg konsequent
weiter. Seine Struktur besteht nahezu vollständig aus Kohlefaser
und ist in Monocoque-Bauweise realisiert. Monocoque bedeutet,
dass die tragende Struktur des Fahrzeugs in einer einschaligen
Bauweise gefertigt ist, die physikalisch als ein Bauteil wirkt
und damit die extreme Steifigkeit des Materials CFRP optimal
ausnutzt. Die Rennwagen der Formel 1 sind seit Jahrzehnten als
CFRP-Monocoques aufgebaut und stellen ihre extreme Crashsicherheit
regelmäßig unter Beweis. Allerdings ist beim Lamborghini
Sesto Elemento das Monocoque zum ersten Mal in einem
Automobil in der innovativen Forged Composite-Technologie
gefertigt. Der Vorteil von Forged Composite ist, dass das Monocoque
im schnellen und zuverlässigen One-Shot-Prozess hergestellt
wird.

Crashboxen aus Kohlefaser
Beim Lamborghini Sesto Elemento umfasst das Monocoque die komplette
Passagierzelle. Damit verbunden sind der vordere Rahmen, der
die Aufhängungspunkte des Fahrwerks integriert, und die
Crashboxen, beide ebenfalls in speziellen Kohlefaser-Technologien
gefertigt. Die extreme Steifigkeit dieses Verbunds garantiert
nicht nur ein sehr hohes Sicherheitsniveau, sondern auch ein
unvergleichlich präzises Fahrverhalten. Der hintere Rahmen
mit der Motorlagerung und den Fahrwerksaufnahmen für die
Hinterachse ist aus Aluminium gefertigt ein weiteres
Leichtbau-Material, bei dessen Einsatz Lamborghini große
Erfahrung besitzt.
Ein wichtiges Element
optimaler Konstruktion in der CFRP-Technologie ist die maximale
Integration von Funktionen. So besteht die Karosserie-Außenhaut
letztlich nur aus dem zum Monocoque gehörenden Dach, den
beiden Cofango-Abdeckungen für Front und Heck
mit integrierten Aerodynamik-Teilen sowie den Türen. Und
jede Tür besteht aus nur zwei Elementen, der Außenhaut
und der Innenverkleidung die wiederum unlösbar zu
einem Bauteil verbunden sind.
Kohlefaser sogar
im Fahrwerk
Auch das Fahrwerk und das Motorumfeld sind in konsequentem Leichtbau
optimiert. Neben Aluminium-Teilen kommen Querlenker aus Kohlefaser
zum Einsatz ¬ auch für solch hochbelastete Bauteile
eignet sich die innovative Forged Composite-Technologie bestens.
Diese Bauteile sind noch mal um etwa 30 Prozent leichter als
vergleichbare Aluminiumteile. Auch die Kardanwelle ist aus CFRP
hergestellt, in der so genannten Wrapping Technologie. So konnte
die Technische Entwicklung von Lamborghini auf das zentrale
Gelenk verzichten und damit weiteres Gewicht einsparen. Die
Felgen sind ebenfalls aus CFRP, die Bremsscheiben aus Carbon-Keramik-Verbundwerkstoff.
Ein ähnliches Composite-Material wird für die Endrohre
der Abgasanlage genutzt: Die Beimischung von Keramikpulver im
Kunstharz macht Pyrosic, einen fortschrittlichen Glas-Keramik-Verbundstoff,
hitzefest für sehr hohe Temperaturen von über 900
Grad. Für Schraubverbindungen kommt an zahlreichen Stellen
eine spezielle Titanlegierung und Verbindungstechnik aus der
Luftfahrt zum Einsatz.

Je nach Form, Funktion
und Beanspruchung der einzelnen Bauteile hat das Lamborghini
Entwickler Team für den Sesto Elemento vor allem drei CFRP-Herstellungstechniken
aus seinem Technologie-Baukasten gewählt:
Forged Composite: Hier werden Materialien mit kurzen Carbonfasern
in einer Form heiß gepresst. Das Verfahren erlaubt komplexe
Strukturen und wird beispielsweise für das Unterteil des
Monocoque und für die Radaufhängung eingesetzt.
Prepreg: Die Carbonfasermatten sind hier mit einem thermisch
härtenden Flüssigharz durchtränkt. Sie werden
in Formen gepresst und in einem Ofen unter Drucke und Hitze
ausgehärtet. Prepreg-Bauteile haben eine sehr gute Oberflächenqualität
und werden daher bevorzugt im Sichtbereich eingesetzt.
Braiding: Mit dieser aus der Textilindustrie stammenden Webtechnik
für Kohlefaser-Geflecht werden Tubus-förmige Bauteile
hergestellt. Beim Weben wird das Garn in verschiedenen Schichten
diagonal überkreuzt.

Der Antrieb:
Geballte Power und faszinierender Sound
Das faszinierende
Herz des Lamborghini Sesto Elemento ist aus dem Gallardo LP
570-4 Superleggera bekannt. Auch beim Sesto Elemento ist die
Einbaulage des V10-Motors longitudinale posteriore
längs hinter dem Fahrer. Die 570 PS-Leistung entsprechen
419 kW und stehen bei 8000 U/min zur Verfügung. Ebenso
imposant ist die Durchzugskraft die Drehmomentkurve gipfelt
in 540 Nm bei 6500 Touren.
Der V10 bietet 5204
cm3 Hubraum auf, er erzielt eine spezifische Leistung von 80,5
kW (109,6 PS) pro Liter Hubraum. Zu den Besonderheiten des Langhubers
mit dem Aluminium-Kurbelgehäuse zählen die Trockensumpfschmierung
und der Zylinderwinkel von 90 Grad. Beide Lösungen dienen
dem konsequenten Leichtbau, zudem senken sie den Schwerpunkt
ab und schärfen damit die Fahrdynamik. Zur idealen Füllung
der Brennräume dienen ein Schaltsaugrohr und die kontinuierliche
Verstellung der Nockenwellen, die über Ketten angetrieben
werden.
Beste Traktion durch
Allradantrieb
Der Sesto Elemento hat das Getriebe e.gear an Bord, das wie
bei einem Rennwagen mit Wippen am Lenkrad gesteuert wird. Das
automatisierte System mit dem elektronischen Management wechselt
seine sechs Gänge geschmeidig und viel schneller, als ein
Mensch es könnte.
Jeder Kilometer im
Sesto Elemento ist pure Faszination auch wegen der unerbittlichen
Traktion in praktisch allen Situationen. Sie geht vor allem
auf das Konto der vier angetriebenen Räder. Der permanente
Allradantrieb integriert eine zentrale Visco-Kupplung und ein
Sperrdifferenzial für die Hinterräder mit 45-prozentiger
Wirkung. Tatsächlich können Lamborghini-Fahrer dank
der überlegenen Traktion am Ausgang der Kurve früher
Gas geben als die Fahrer von heckgetriebenen Autos.

Die Kompetenz:
Neues Entwicklungszentrum für Kohlefaser-Technologie
Lamborghini besitzt
langjährige Erfahrung mit kohlefaserverstärkten Werkstoffen.
Bereits 1983 entstanden die ersten Prototypen eine CFK-Chassis
für den Countach, ab 1985 wurden die ersten Serienteile
eingesetzt. Der aktuelle Lamborghini Murciélago ist weitgehend
aus CFK gefertigt, 93 Kilogramm Kohlefaser-Materialien stecken
in seiner Rohkarosserie. Die Motorabdeckung des Gallardo Spyder
ist eins das größte CFK-Teil mit Klasse-A-Oberflächenqualität
in der Automobilwelt.
Jetzt baut das Unternehmen
seine weltweit führende Position konsequent aus: Im neuen
Advanced Composites Research Center (ACRC) am Stammsitz in SantAgata
Bolognese arbeitet die Automobili Lamborghini S.p.A. an innovativen
Konstruktions- und Produktionsmethoden für Kohlefaser-Elemente
im Automobilbau.
Das Advanced Composite
Research Center in SantAgata Bolognese sichert die Vorreiterschaft
bei der Erforschung innovativer Materialien und Produktionsmethoden
kohlenstofffaserverstärkter Kunststoffe mit kleinen Produktionsvolumina.
Über 30 Experten entwickeln hier Fahrzeugkomponenten jeder
Art und Grö?e. Die Spezialisten bauen Prototypen sowie
die entsprechenden Werkzeuge und konzipieren die optimalen Produktionsmethoden.
Mit aufwändigen, weitgehend selbst entwickelten Systemen
können die Ingenieure die technischen Eigenschaften und
das Crashverhalten der Bauteile präzise und zuverlässig
simulieren. Dank dem mehrfach patentierten RTM Lambo-Verfahren
kann Lamborghini unter geringem Druck und bei vergleichsweise
niedrigen Temperaturen CFK-Teile mit höchster Qualität,
Präzision und Oberflächengüte herstellen. Höhere
Verarbeitungsgeschwindigkeit, geringere Kosten und eine sehr
einfache Werkzeugausstattung sind weitere Vorteile.
Das Lamborghini Advanced
Composite Structures Laboratory an der University of Washington
testet das Verhalten verschiedener Materialien und Technologien
unter den für die Luftfahrtindustrie üblichen Gesichtspunkten.
Die Wissenschaftler in Seattle arbeiten dabei eng mit der technischen
Entwicklung am Stammsitz von Lamborghini in SantAgata
Bolognese zusammen.

